Bestattung

 

a) Was ist eine kirchliche Bestattung?

Für alle Mitglieder der evangelischen Kirche und in bestimmten Ausnahmefällen auch darüber hinaus bieten wir eine kirchliche Bestattung oder eine Trauerfeier an.

Dabei handelt es sich in jedem Fall um einen Gottesdienst an einer dafür geeigneten Stelle (in der Regel in der Aussegnungshalle mit anschließender Beisetzung des Sarges oder der Urne).

In diesem Gottesdienst wird kurz Rückschau gehalten auf die wichtigsten Stationen im Leben des verstorbenen. Auch werden tragende Worte der Bibel gelesen, und über eines dieser Worte wird eine kleine Andacht gehalten.

Darauf folgt der Gang zum Grab zur Versenkung des Sarges oder zur Beisetzung der Urne auf dem Friedhof. Dazu spricht der Pfarrer die Bestattungsworte und den Segen.

Manchmal wird auch nur eine Trauerfeier (Gottesdienst) ohne Beisetzung gewünscht, weil der Sarg erst nach der Trauerfeier ins Krematorium kommt. Die Beisetzung der Urne findet dann zu einem späteren Zeitpunkt im kleineren Kreise statt.

Die kirchliche Bestattung ist grundsätzlich kostenlos (Es kann freiwillig eine Spende gemacht werden).

In Sersheim gibt es einen ökumenischen Frauenchor mit einem breiten Repertoire aus alten und neuen Liedern, der in der Regel bei diesen Gottesdiensten singt und am Keyboard begleitet wird. Die Leitung dieses Chores hat Frau Brigitte Abele, Tel. 33938.

b) Welche Schritte sind zu gehen, wenn wir eine kirchliche Bestattung wünschen?

Gerne dürfen Sie bei einem Trauerfall jederzeit Kontakt mit Pfarrer Rau aufnehmen (Tel.33955), also auch schon vor Eintritt des Todes ihrer Lieben in der Phase des Leidens und Sterbens ihrer Angehörigen. Hier können persönliche oder seelsorgerliche Fragen gestellt werden. Auch Fragen nach einer möglichen Sterbebegleitung oder nach einem letzten Abendmahl.

Sobald ihr Angehöriger dann verstorben ist und der Arzt dies bestätigt hat, nehmen Sie am besten möglichst bald mit einem Bestattungs-Unternehmen ihrer Wahl Kontakt auf. Dieses Unternehmen ermittelt für Sie zunächst die terminlichen Möglichkeiten der bürgerlichen Friedhofsverwaltung für eine Beisetzung. Hier erhalten Sie auch Unterstützung in allen formalen Regelungen, die jetzt für die Beisetzung nötig sind. Auch erste musikalische Wünsche können hier schon angemeldet werden.

Wenn Sie nun eine evangelische Trauerfeier wünschen, wird der Termin für ihre Abschlussfeier von Anbeginn an auch gleich mit dem zuständigen Pfarrer (der Pfarrerin) abgestimmt.
Sobald mit dem Pfarrer (oder der Pfarrerin) dann der beste mögliche Termin für Ihre Trauerfeier gefunden ist, meldet dieser sich bei Ihnen, um einen Termin für ein persönliches Treffen zu vereinbaren.
In diesem Treffen wird dann alles ausführlich besprochen, was für die individuelle Abschiedsfeier und insbesondere für die Ansprache für Sie wichtig sein könnte. Auch seelsorgerliche Gesichtspunkte können dabei zur Sprache kommen, wenn sich dies im Gespräch ergibt. Ebenso können beispielsweise Liedwünsche geäußert oder offene Fragen und Wünsche zum Ausdruck kommen.

Auch nach der Trauerfeier und nach der Bestattung steht ihnen Ihr Seelsorger auf Wunsch gerne zur Verfügung für eine seelsorgerliche Begleitung oder um eine solche zu vermitteln.
Da die Kirche alle ihre Dienste über die Kirchensteuer und freie Spenden finanziert, ist alles, was der Pfarrer oder die Pfarrerin für Sie in einem Trauerfall tun darf, immer kostenfrei.