Seelsorge

 

Für den äußeren Menschen wird heute überall mit großem Aufwand gesorgt, und das ist gut so. Aber wer sorgt für den inneren Menschen?

 

Wenn Sie nun mit Ihren Fragen und Problemen nicht alleine bleiben wollen, wenn sie Ermutigung brauchen oder einen guten Rat oder einfach nur jemand, der Ihnen zuhört, dann dürfen Sie Seelsorge aktiv in Anspruch nehmen.

 

Die Seelsorge stellt sich seit vielen Jahrhunderten dieser Aufgabe.

Seelsorge ist nicht das Gleiche wie eine fachliche Psychotherapie und will auch nicht Ihre Medikamente oder den Arztbesuch ersetzen, aber sie kann eine wertvolle Hilfe sein, die sich auch bis in Ihr gesundheitliches Wohlbefinden hinein auswirkt.

 

Seelsorge will unsere Lebensfragen ins Licht Gottes bringen und erwartet besonders aus dieser Perspektive hilfreiche Impulse.

Seelsorge will aber auch einfach herzliche und ehrliche Teilnahme und Begleitung anbieten, wie sie unter Christen selbstverständlich sein sollte. Deshalb geschieht  schon in jedem guten Gespräch unter Christen ein Stück Seelsorge.

 

a) Gespräche und Kontaktstellen

Neben Pfarrer Rau und seiner Frau, die beide eine fachliche Ausbildung dafür haben, gibt es in unserer Gemeinde auch andere erfahrene Gemeindeglieder, die sich für ein Gespräch mit Ihnen Zeit nehmen.

Wenden Sie sich einfach an jemand aus der Kirchengemeinde, zu dem Sie Vertrauen haben oder melden Sie sich bei Pfarrer Rau (Tel.33955).

Jeder Seelsorger ist zu strikter Verschwiegenheit in allen ihm anvertrauten Dingen und in allen Angelegenheiten, die er in Ausübung seiner seelsorgerlichen Tätigkeit erfährt, verpflichtet.

 

Neben der gemeindlichen Seelsorge gibt es in der Kirche auch spezielle Angebote für Eheberatung, Suchtberatung und Schuldnerberatung. Hier arbeiten wir innerhalb des Kirchenbezirkes mit der Diakonie zusammen. Unsere diakonische Bezirksstelle ist in der Heilbronner Straße in Vaihingen. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf dieser Internetseite unter "Diakonie".

 

Im christlichen Bereich gibt es auch Psychotherapeuten und Fachkliniken, die auf der Grundlage des christlichen Glaubens Erholung oder Therapie anbieten. Auf der Suche nach entsprechenden Adressen hilft Ihnen das Pfarramt gerne weiter.

 

Speziell für suizidal gefährdete Menschen, aber auch für andere Notlagen, gibt es auch die Möglichkeit, anonyme zu telefonieren, und zwar mit der Telefonseelsorge, die Sie unter folgenden Nummern erreichen: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222.

Mit der Telefonseelsorge können Sie auch chatten (Geben Sie im Internet bei Ihrer Suchmaschine "Telefonseelsorge" ein).

 

In allen Fragen dürfen Sie sich jederzeit an Pfarrer Rau wenden (Tel.33955)

 

b) Heilsame Worte des Glaubens

 

                          Jesaja 43,1

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat,

Jakob, und dich gemacht hat, Israel:

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst;

ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

 

                          Matthäus 8,23-26

Jesus stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm.

Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde.

Er aber schlief.

Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen:

„Herr, hilf, wir kommen um!“

Da sagt er zu ihnen:

 „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“

Und er stand auf und bedrohte den Wind und das Meer.

Da wurde es ganz stille.

                         

                          Joh.8,12

 Jesus spricht:  „Ich bin das Licht der Welt.

Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

 

                          Joh.10,27.28

„Meine Schafe hören meine Stimme,

und ich kenne sie und sie folgen mir;

und ich gebe ihnen das ewige Leben,

und sie werden nimmermehr umkommen,

und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“

 

                          Psalm 139,1.2.5.

HERR, du erforschest mich

     und kennest mich.

Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;

     du verstehst meine Gedanken von ferne.

Von allen Seiten umgibst du mich

     und hältst deine Hand über mir.

 

                     Römer 8,32 ff

Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,

weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

 

                     Aus einem Lied:

Ich steh in meines Herren Hand

und will drin stehen bleiben.

Nicht Erdennot, nicht Erdentand

soll mich daraus vertreiben.

Und wenn zerfällt die ganze Welt:

Wer sich an ihn und wen er hält,

wird wohlbehalten bleiben.

 

Und meines Glaubens Unterpfand

ist, was er selbst verheißen:

Dass nichts mich seiner starken hand

soll je und je entreißen.

Was er verspricht, das bricht er nicht;

er bleibet meine Zuversicht,

ich will ihn ewig preisen.

                               Philipp Spitta 1833